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SEPA Allgemein
   
   
 
Was ist SEPA?
SEPA ist ein von der EU beschlossenes rechtliches Rahmenwerk für den europäischen Zahlungsverkehr. Dem einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum "SEPA" (Single Euro Payments Area) gehören neben den 27 Staaten der Europäischen Union auch Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz an. Diese 32 Staaten bilden den SEPA-Raum mit einer Gesamtbevölkerung von mehr als 500 Millionen Menschen. Parallel zum rechtlichen Rahmen sind von den europäischen Bankverbänden neue geeignete Zahlungsverkehrsverfahren für SEPA entwickelt worden.
SEPA bewirkt, dass in Euro aufgegebene, grenzüberschreitende Finanzgeschäfte wie Überweisungen, Lastschriften und Kartentransaktionen ebenso schnell, einfach und sicher ausgeführt werden wie entsprechende nationale Finanzgeschäfte. Die Banken und Dienstleistungsunternehmen sollen dabei grenzüberschreitende und nationale Transaktionen in Euro auch bezüglich der Gebühren gleichbehandeln. Aus diesem Grund wurden einheitliche europäische Zahlungsformate eingeführt, die länderübergreifend gelten: die SEPA-Formate für Überweisungen, Lastschriften und B2B-Lastschriften.
 
Welcher Handlungsbedarf besteht für Unternehmen?
Zum 1. Februar 2014 werden im SEPA-Raum für Euro-Transaktionen die nationalen Standard-Zahlungsverfahren durch die SEPA-Verfahren abgelöst (mit Übergangsfrist spätestens zum 1. Februar 2016).
Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Systeme und Verarbeitungsprozesse bis zu diesem Termin auf die neuen Verfahren und Formate umstellen sollten. Je früher sie damit beginnen, desto eher können sie auch die mit SEPA verbundenen Vorteile ausschöpfen.
 
Was sind die Chancen von SEPA?
Die Europäische Union betrachtet SEPA als wichtigen Baustein für die Verwirklichung des gemeinsamen europäischen Marktes. Es gibt viele direkte und indirekte Vorteile und Chancen für Verbraucher, Unternehmen und Banken, die die Idee des gemeinsamen Marktes mit Leben füllen. Mit SEPA wird beispielsweise erstmals eine europaweite Lastschrift eingeführt. Hieraus werden sich viele neue Geschäftsmöglichkeiten für Banken und Unternehmen entwickeln und den Unternehmen europaweite Märkte eröffnet. Darüber hinaus steigt für alle Beteiligten die Rechtssicherheit. Auch bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs kann die Wirtschaft große Kostenvorteile erzielen, da SEPA ein hohes Maß an Standardisierung für einen großen Wirtschaftsraum möglich macht. Insbesondere im Massenzahlungsgeschäft ergeben sich durch die konsistenteren Abläufe bei großen Datenmengen deutlich spürbare Verbesserungen beim Straight Through Processing.
 
Begriffe  

 
Der SEPA-Raum besteht aus 32 europäischen Staaten
 
SEPA: Single Euro Payments Area
EPC: Das European Payments Council ist eine Einrichtung der Kreditinstitute in der Europäischen Union, die die Umsetzung von SEPA koordiniert.
ISO 20022: ISO 20022 oder UNIFI (UNIversal FInancial industry message scheme) standardisiert die Beschreibungen von finanziellen Nachrichten und Geschäftsvorgängen
SEPA-Zahlungen: basierend auf ISO 20022 entwickelt die EPC spezielle Zahlungsformate für den SEPA-Raum
B2C: Business to Customer
B2B: Business to Business