| Die Erste Group Bank AG mit Hauptsitz in Wien (Österreich) ist mit 17 Millionen Kunden in acht Ländern eine der führenden Bankengruppen in Zentral- und Osteuropa. In Österreich, der Tschechischen Republik, Rumänien, der Slowakei, Kroatien und Ungarn gehören Mitgliedsbanken der Gruppe zu den drei größten Instituten.
Um ihre Marktposition in dieser Region weiter zu stärken, legt die Bankengruppe großen Wert darauf, den dort aktiven Unternehmen einen optimalen Zugang zu den Dienstleistungen der angeschlossenen Banken bereitzustellen. Als Ausgangspunkt soll den Firmenkunden eine Palette von Zahlungsverkehrs- und Cashmanagement-Diensten angeboten werden, die über ein neu eingerichtetes Online-Portal auf einfache Weise genutzt werden können.
In einem ersten Schritt wird eine abgestimmte Berichtsfunktion für alle Konten bei der Bankengruppe eingerichtet, um ein zentrales Management der Geldmittel und der Liquidität zu ermöglichen. Zum zweiten werden die Unternehmen in die Lage versetzt, Zahlungen von diesen Konten direkt zu veranlassen. Als Basis für die Zahlungsverkehrsdienste wurde der SWIFT MT 101-Standard ausgewählt, da dieser bereits im gesamten Netzwerk der Bankengruppe unterstützt wird. Drittens sollen Unternehmen unmittelbar über das zentrale Portal in Wien für jede ihrer Banken Kontoauszüge abholen und Zahlungsaufträge erfassen können. Dieser Ansatz spricht insbesondere Unternehmen an, die mit „klassischen“ multibankfähigen E-Banking-Anwendungen vertraut sind und die Möglichkeit schätzen, ihre Bankverbindungen direkt zu steuern. Zur technischen Umsetzung wird eine „Kommunikations-Engine“ in das Portal eingebunden und die einzelnen Banken werden über den Electronic Banking-Kanal auf MultiCash-Basis angebunden, der bereits in allen Niederlassungen der Erste Group Bank eingesetzt wird. Die Vorteile sieht die Erste Group Bank vor allem in der hohen Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser Lösung.
Den Kern dieser Lösung, die von der Erste Group Bank vor zwei Jahren unter dem Namen „corporate PAYMENT.WIZARD“ eingeführt wurde, bildet Omikrons MultiCash Portal. Ausschlaggebend für diese Wahl war zum einen, dass Omikron im Electronic Banking und Zahlungsverkehr aller beteiligten Länder zuhause ist. Zum anderen bietet das MultiCash Portal die notwendige Multibank-Funktionalität, mit der die Erste Group Bank ihr Ziel, einen einheitlichen Web-Zugang zu allen operativen Bankverbindungen eines Kunden bereitzustellen, erreichen kann.
Die Zahl der Anwender dieser Lösung ist in den letzten beiden Jahren stetig gewachsen. „Für unsere internationalen Kunden war es ein voller Erfolg“, sagt Christian Steinberger, Head of Corporate Cash Management bei der Erste Group Bank. „Aber auch die Akzeptanz bei den regionalen Unternehmen hat unsere Erwartungen übertroffen.“ Ausgehend von den Erfahrungen der Unternehmen mit dieser Lösung hat die Erste Group Bank die Palette der angebotenen Dienstleistungen kontinuierlich erweitert. Nun können auch Ad-hoc-Zahlungen unmittelbar in den länderspezifischen Formaten sowie als SEPA-Zahlung erfasst werden. Ein Kanal, der den EBICS-Standard unterstützt, ermöglicht die Einbeziehung von Banken, die nicht dem Erste Group-Netzwerk angehören. Des Weiteren sind auch sämtliche dezentralen Zahlungsverkehrsmodule der CEE Länder, in denen die Erste Bankengruppe am Markt aktiv ist, in der Applikation direkt voll verfügbar.
Die Erfahrungen mit den Kunden in den ersten zwei Betriebsjahren und im internen Handling der Release Rollouts haben einige gegenseitige „Lessons learned“ und daraus wiederum Optimierungsansätze im Betrieb hervorgebracht. „Dies hat uns als dienstleistungsorientierter Bank gezeigt, dass sich internationale Kunden, die zentrale Monitoring Strukturen als auch dezentrale Buchhaltungsabteilungen führen, sich schnell an die Funktionalität und das Handling des Tools gewöhnt haben“, ergänzt der für die Lösung bei der Erste Group Bank zuständige Produktmanager Andreas Palmetzhofer.
Das große Kundeninteresse hat die Erste Group Bank dazu veranlasst, Omikron mit der Einbindung weiterer Funktionen zu beauftragen, um auch für die Anforderungen der kommenden Jahre gerüstet zu sein. |